Hier warten die Menschen in Lissabon geduldig auf die Straßenbahn

Trigger in der Streetfotografie

Mein Workflow besteht zunächst aus der Archivierung meiner Fotos auf Betriebssystem-Ebene. Nach einer Kurzsichtung importiere oder synchronisiere  ich meine RAW-Datein auf meinen MAC. Die Weiterverarbeitung findet dann mittels Lightroom und in wenigen Fällen mit Photoshop statt.

Lange habe ich nach einem Organisierungs – Algorithmus gesucht, der mir hilft meine vielen Streetfotos zu strukturieren.

Hier ist meine Lösung.

Ich benutze Trigger. Trigger sind Assoziationsbegriffe, die meine Fotowalks in Kategorien unterteilen. Dadurch kann ich mich auf bestimmte Fotoabsichten und -objekt besser konzentrieren. Z.B. nehme ich mir vor, vornehmlich das urbane Geschehen zum Thema: “Treffen und Abschied auf Bahnhöfen oder auf der Straße” zu fotografieren. Oder: An einem Sommertag konzentriere ich mich auf flanierende Senioren in der Sonne. Es lassen sich viele, viele kreative Bereiche herauskristallisieren.

Diese gedankliche Ordnung übertrage ich am PC in meinen Katalog von Lightroom. Nach und nach wächst und erweitert sich diese Struktur.

Übrigens habe ich etliche Bildbände verschiedener Streetfotografen unter diesem Aspekt einmal untersucht und mit farbigen Markierungsstreifen gegliedert. Es funktionierte erstaunlich gut.

Letztlich gruppiere ich die Trigger in Objekttrigger – gegenständliche Objekte finden sich auf den Fotos wieder z.B. Bänke, Schirme, Fahrräder usw. – und Thementrigger – Spielsituationen, Gespräche, Verkaufssituationen usw. Gerade Thementrigger faszinieren mich besonders durch ihre sozialen Komponenten, denn hier agieren meistens mehrere Personen im öffentlichen Raum.

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